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SafeSync von Trend Micro Test

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Hinter SafeSync verbirgt sich im Grunde genommen einer der führenden europäischen Anbieter in Sachen Cloud-Speicherdienste: Humyo. Das Unternehmen Trend Micro hat den Dienst Mitte 2010 übernommen, weil es perfekt in das Computer-Sicherheitsportfolio der Marke passt. Obwohl Trend Micro eine US-Firma ist, werden die Daten in einem Münchner Rechenzentrum gespeichert und unterliegen somit den deutschen Datenschutzbestimmungen.

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Die Online-Festplatte selbst ist in fünf Produktvarianten erhältlich – mit einer Kapazität von 20, 50, 100, 250 oder 500 GB. Mittels einer 30-tägigen unverbindlichen Testphase lässt sich das Produkt auf Herz und Nieren testen ohne irgendwelche Verpflichtungen einzugehen. Positiv fällt außerdem auf, dass die Vertragsbedingungen von SafeSync sehr transparent gestaltet sind. Auch Trend Micro verlangt nach einer Mindestvertragslaufzeit: 12 oder 24 Monate stehen dabei zur Auswahl. Hierzu sei gesagt, dass die 24-monatige Variante die unter dem Strich günstigere darstellt. So kostet die 20 GB Version mit einer Laufzeit von 1 Jahr 29,90 Euro (49,90 Euro bei 24 Monaten). Bei der 500 GB-Variante ist der Unterschied freilich noch größer: 275 Euro (12 Monate) im Vergleich zu 467,50 Euro (24 Monate). In den Optionen kann jederzeit festgelegt werden, ob sich SafeSync nach Ablauf der Frist automatisch verlängern soll oder nicht. Eine ungewollte Vertragsverlängerung lässt sich somit ausschließen. Vorbildlich!

Einrichtung und Benutzung

Nach erfolgreicher Registrierung erhält man ganz klassisch eine Bestätigungs-E-Mail. Nach der Verifizierung durch Klick auf den darin enthaltenen Link, kann SafeSync sofort genutzt werden. Im Anschluss an die Bestellung kann die dazugehörige Software für Windows und Mac OS X heruntergeladen werden.

Nach der Installation müssen die Verzeichnisse, die mit SafeSync synchronisiert werden sollen, ausgewählt werden. Es gibt keinerlei Beschränkung hinsichtlich der Anzahl der zu speichernden Dateien, der Formate oder der Transferfrequenzen.

Alles in allem, ist die Einrichtung und Benutzung sehr simpel und verständlich.

Zugriffsmöglichkeiten auf den Cloudspeicher

  1. Webbrowser

    Die unabhängigste Methode, um auf in der Cloud gespeicherte Daten zuzugreifen, ist natürlich der Webbrowser. Denn dazu ist nur ein internetfähiges Gerät vonnöten und keine vorherige Konfiguration. Ein weiterer Vorteil: Bestimmte Dateitypen – wie beispielsweise Text-Dokumente – können direkt über das Web-Interface bearbeitet werden. Für Mac-User kann es wegen dem Java-Applet zu Browser-Abstürzen kommen. HTML 5 statt einer Java-Anwendung für die Drag&Drop-Funktion wäre wohl die bessere Wahl gewesen.

  2. Software für PC, Mac, Linux

    Die einfachste Methode – zumindest nach der Ersteinrichtung – ist aber der Zugriff und die Verwaltung des Speichers über den jeweiligen Software-Client.

  3. Apps

    Es existieren sowohl für iOS als auch für Android SafeSync-Apps, mit denen sich die gesicherten Daten managen lassen und neue Daten hoch- und heruntergeladen werden können. WP 8 User blicken aber (noch) in die Röhre. Aber der Windows 8 App Store hat eine elegante Lösung zu bieten.

  4. WebDAV

    Die sicherste Methode ist zweifellos WebDAV, ein mit FTP vergleichbarer Dienst. Dazu braucht man aber eine entsprechende Drittanbieter-Software.

Einfaches Teilen von Daten und gute Synchronisation

Als einfachste Möglichkeit Daten zu teilen, stellt das verschicken von entsprechenden Links per E-Mail an Freunde, Geschäftspartner und Bekannte dar. Auch soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter können dafür benutzt werden. Alles ist sehr einfach über die PC-Software oder die Online-Benutzeroberfläche möglich. Wichtig: Geteilte Daten können auch mit Passwörtern sowie einem Ablaufdatum versehen werden!

Es gibt zwei grundsätzliche Wege, Dateien bzw. Ordner mit der SafeSync Cloud zu synchronisieren. Zum einen können bestehende Ordner markiert werden. Diese werden dann automatisch mit dem Cloud Speicher synchronisiert, sobald eine Online-Verbindung besteht. Der andere Weg führt über den von SafeSync automatisch angelegten Ordner. Diesen finden Sie im Finder (Mac) oder Windows Explorer (Windows). Dateien, die in diesem Ordner liegen, werden automatisch mit der Cloud synchronisiert. Der Vorteil dieser Integration: Diese Dateien werden automatisch auf allen Rechnern synchronisiert, auf denen der SafeSync Client installiert ist. Arbeiten Sie also zu Hause mit Ihrem privaten Rechner an einem Dokument und speichern dieses im Ordner „SafeSync“, haben Sie dieses Dokument dann automatisch auf Ihrem Rechner in der Arbeit im selben Ordner – vorausgesetzt auf beiden Rechnern ist der Client installiert. In diesem Fall müssen Sie nicht den Umweg über das Webinterface gehen, um sich die Datei herunterzuladen, diese ist automatisch in Ihrem Ordner abgelegt. Ein weiterer Vorteil: Die Dateien in diesem Ordner sind auch offline verfügbar.

Alles in allem entspricht das Teilen von Daten und die automatische Synchronisation dem guten Standard. Besondere Raffinessen gibt es leider nicht.

Kundenservice

Mit dem Kundenservice von Trend Micro können Sie per E-Mail oder per Telefon in Kontakt treten. Darüber hinaus gibt es eine Online-Hilfe, in der die wichtigsten und am häufigsten vorkommenden Fragen in übersichtlicher Form beantwortet werden.

Hohe Sicherheitsstandards

Trend Micros langjährige Erfahrung in Sachen IT-Sicherheit kommt auch der Cloud-Lösung zugute. So werden die übertragenen Dateien mittels des 256-Bit-AES Verfahrens verschlüsselt – z. B. wird dieses Verschlüsselungsverfahren auch von Banken genutzt. Alle Daten sind redundant auf verschiedenen Servern gesichert und dadurch gegen Datenverlust geschützt. Aber Achtung: Die Daten liegen auf den Servern standardmäßig unverschlüsselt ab. Aufgrund einer Login-Protokollierung ist es aber möglich, unbefugten Zugriff als solchen zu erkennen und gegebenenfalls zu intervenieren. Das funktioniert sogar auf Dateiebene: Hier kann man einsehen, welche Datei wann geändert wurde.

Wie eingangs erwähnt, befindet sich das Rechenzentrum in Deutschland (ISO27001 Zertifikat) und unterliegen somit deutschen Datenschutzbestimmungen. Ferner fällt positiv auf, dass alle Daten beim Upload auf Viren überprüft werden und bis zu zehn vorherige Versionen einer Datei wiederhergestellt werden können.

Fazit

Trend Micro bietet mit SafeSync einen sicheren und ausgereiften Cloudspeicher-Dienst an. Auch das Rechenzentrum in München sorgt für Vertrauen. Schwächen gibt es höchstens im Detail: So stören wir uns etwas an der Usability des Online-Interface – inbesondere unter Mac OS X (Stichwort: Java-Applet) – und an den nur durchschnittlich guten Synchronisations- und File-Sharing-Möglichkeiten. Das ist aber Kritik auf höchstem Niveau, wenn man sonst nichts findet. In diesem Sinne: SafeSync ist absolut zu empfehlen.

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SafeSync von Trend Micro Test, 2.0 out of 5 based on 4 ratings
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