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goneoCloud Test

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Die Goneo GmbH aus Minden wird Einigen ein Begriff in Bezug auf Web-Hosting, Homepage-Komplettlösungen und Domainregistrierung sein. Vergleichsweise spät – nämlich erst im Jahr 2013 – sind sie auch auf den Cloudspeicher-Zug aufgesprungen. Hat sich die lange Vorlaufzeit für den User gelohnt? goneoCloud im Test.

Sicherheit made in Germany

Das Wichtigste vorweg: Ja, die Server stehen in Deutschland – um genau zu sein in Frankfurt am Main. Die gespeicherten Daten unterliegen somit deutschen Datenschutzbestimmungen. Doch wie sicher ist der Dienst darüber hinaus? Das Rechenzentrum als solches ist TÜV-zertifiziert und es werden regelmäßig im 24 Stunden Rhythmus Backups erstellt. Außerdem wird das Mitarbeiterverhalten protokolliert. Sowohl Up- als auch Download weisen eine SSL-Verschlüsselung auf. Im Gegensatz zu Wuala beispielsweise, haben Serveradministratoren aber Zugriff auf sämtliche Daten der Nutzer – das ist aber die Regel, Wuala ist da eher die Ausnahme. Insgesamt kann man die goneoCloud als sehr sicher bezeichnen.

Gratisspeicher erweitern: Mehr Freunde, mehr Speicherplatz

Viel gibt es an dieser Stelle nicht zu berichten, denn goneoCloud hat genau einen Tarif im Angebot: 10 GB Gratis-Cloudspeicher. Bemerkenswert auch deshalb, weil es in der Branche mittlerweile üblich geworden ist, 5 GB oder weniger an Gratisvolumen anzubieten. Die 10 GB lassen sich auf maximal 100 GB aufrüsten, das funktioniert über das Einladen von Freunden. Jeder Freund, der die Einladung akzeptiert, erhöht das Speichervolumen um 10 GB. Gegen Bezahlung lässt sich der Speicher nicht erhöhen. Entsprechende Tarife sind zwar in Planung, aber nähere Details gibt es dazu nicht. Positiver Nebeneffekt: Dadurch, dass es keine Bezahl-Modelle gibt, ist die Anmeldung denkbar einfach – Namen eintragen und E-Mail Adresse angeben, Passwort definieren und auf E-Mail Bestätigungs-Link klicken.

Wie sieht es mit dem Kundenservice aus? Offiziell gibt es keinen telefonischen oder schriftlichen Support. Was es aber gibt: Ein recht ausführliches Wiki und die Möglichkeit, das Unternehmen via Twitter oder Facebook zu kontaktieren.

Zugriffsmöglichkeiten über Pydio und WebDAV

Für den Onlinespeicher benutzt Goneo die Webanwendung Pydio (Achtung: Bis Ende 2013 hieß die Anwendung noch AjaXplorer – goneoCloud verwendet diesen Namen noch auf der Website) als Benutzeroberfläche und technische Basis. Das funktioniert im Übrigen über ein Lizenzabkommen. Der Open-Source-Dateimanager macht seine Aufgabe allerdings gut: Übersichtliches Design, einfache Bedienung und recht schnell arbeitet er auch noch. Dennoch macht das einen als Nutzer erst einmal etwas skeptisch – zu Unrecht wie es sich im Nachhinein herausstellt.


Screenshot der Pydio-Benutzeroberfläche

Wer auf seinen Cloudspeicher auch mobil mit seinem Android- bzw. iOS-Gerät zugreifen möchte, der muss das ebenfalls über den Drittanbieter Pydio tun. Die gleichnamige App gibt es kostenlos in den jeweiligen App Stores. Während man beim oben erwähnten Zugriff über den Browser keinerlei Einstellungen vornehmen muss, bedarf es bei der Pydio-App einer Konfiguration. Die ist zwar nicht allzu kompliziert, aber eine entsprechende Anleitung findet sich dennoch auf der Website von goneoCloud – gut so.

Auch der WebDAV-Standard – also die Einbindung des Onlinespeichers als Quasi-Laufwerk auf dem Rechner – wird unterstützt.

Fazit

Goneo macht vieles richtig: 10 GB kostenlosen Speicherplatz, deutscher Datenschutz, unkomplizierte Registrierung. Leider gibt es abgesehen von der Gratis-Version keine weiteren (Bezahl-)Modelle, sollte man mehr Speicherplatz benötigen. Auch die Tatsache, dass goneoCloud mit dem AjaXplorer bzw. Pydio auf eine 1:1 übernommene Open-Source-Lösung setzt, muss erst einmal zur Kenntnis genommen werden. Alles in allem, eine empfehlenswerte Alternative zu den etablierten Anbietern.

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