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Amazon Zocalo Test

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Amazon hat einen eigenen Cloud-Speicherdienst vorgestellt. Das Produkt hört auf den Namen „Zocalo“ und ist ein neues Mitglied der Amazon Web Services Familie (AWS). Der Dienst richtet sich ausschließlich an Business- und Enterprise-Kunden. Aktuell befindet sich Zocalo aber noch in einer Testphase. Interessierte können den Dienst dann 30 Tage lang kostenlos testen und zwar mit bis zu 50 registrierten Usern. Nach Ablauf dieser Zeit werden wohl 5 Dollar pro User und im Monat fällig.

Synchrones Arbeiten ist die Stärke von Amazon Zocalo

Anders als andere Mitbewerber – wie zum Beispiel Dropbox – soll Zocalo kein reiner Online-Speicher sein, sondern eher den Online-Workflow optimieren. Oberstes Ziel ist demnach das synchrone Arbeiten an Dokumenten. Nutzer sollen in der Lage sein, ausgewählte Dokumenttypen innerhalb der Benutzeroberfläche zu lesen, bearbeiten und kommentieren. Bei den unterstützten Formaten handelt es sich unter anderem um PDF und Microsoft Office Anwendungen. Konkret heißt das, dass das eigentliche Programm – z. B. Word – nicht installiert sein muss um eine Bearbeitung vorzunehmen.

Sicherheit und Usability

Die Anbindung eines Active Directory ist möglich, somit können die Mitarbeiter des Unternehmens ihre bisherigen Zugangsdaten beibehalten und ein ordentliches Plus an Sicherheit gewährleistet werden. Weitere Sicherheitsaspekte von Amazon Zocalo: Nutzer mit Adminrechten können z. B. einstellen, dass ein User nur intern und nicht extern Dokumente freigeben kann. Die Datenübertragung ist SSL verschlüsselt, auch der Speicherort soll laut Amazon eine Verschlüsselung aufweisen. Damit wären wir auch schon beim vermutlich wichtigsten Kriterium: Wo stehen die Server? Zwei Rechenzentren stehen im Osten und im Westen der USA. Wer das in Hinblick auf europäische Datenschutzgesetze nicht möchte, der kann als Standort (AWS-Region) auch Irland wählen.

Screenshot der Amazon Zacalo Benutzeroberfläche

Die übersichtliche Benutzeroberfläche macht das Arbeiten mit Zocalo insgesamt sehr einfach: Sämtliche Features sind nur mit einem Mausklick verbunden. Als besonders benutzerfreundlich erweist sich das Arbeiten mit sog. Versionen. Dieses Feature macht es möglich, dass man problemlos zu früheren Versionen des Dokuments zurückkehren kann, sollte man einmal feststellen, dass die Arbeit der letzten paar Minuten eher mittelprächtig war. Auch sehr praktisch: Mithilfe der integrierte Vorschau-Funktion kann man Dateien im Vorfeld anzeigen lassen ohne sie komplett öffnen zu müssen. Das spart unter dem Strich Zeit. Der Dienst bietet sich außerdem zur Terminverwaltung an.

Zugriffsmöglichkeiten und Speicherplatz

Dem einzelnen Nutzer stehen 200 GB Speicherplatz zur Verfügung, wobei eine einzelne Datei nicht größer als 5 GB sein darf. Weiterer Speicherplatz kann extra gebucht werden. Das Abrechnungsmodell ist dabei nicht unbedingt selbsterklärend. Wer also anstatt 200 GB eher 500 GB pro Mitarbeiter einplant, der muss 0,03 Dollar pro weiterem GB bezahlen. Macht also in unserer Beispielrechnung 3 Dollar. Werden dabei 1 TB überschritten, verringern sich die GB-Kosten um 0,0005 Dollar. Bei über 500 TB sind es immerhin schon 0,0015 Dollar und so weiter. Ja, richtig gelesen – theoretisch sind über 5000 TB Speicher pro Nutzer möglich. Wer bereits AWS-Kunde ist, bekommt einen Zocalo-Zugang kostenlos eingerichtet – allerdings mit nur 50 GB pro User (200 GB dann für 2 Dollar im Monat).

Der Zugriff erfolgt über den Browser und App (iOS, Android, Fire OS). Clients für Mac OS X und Windows mit deren Hilfe eine Laufwerk auf dem Desktop-Computer eingebunden werden kann, stehen derzeit noch nicht zur Verfügung, werden aber über kurz oder lang nachgereicht. Außerdem ist der Service plattformübergreifend – egal ob Tablet, Smartphone oder Desktop-PC, Zocalo liefert praktisch immer die gleiche Performance.

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